Der Anfang

Mit der Urkunde vom 4. Februar 1857 wurde die Erbpachtstelle zum Gut Carolinenhof. Vermutlich wurde das Hauphaus in diesem Zeitraum gebaut. Jedoch gab es zu dieser Zeit noch nicht den Eingansflurbereich sowie den Wintergarten mit den weiten Freitreppen.

Das Gut Carolinenhof

Die Erbpachtstelle wurde 1930 von dem Landwirt Alfred Feldmann an den Unternehmer Ing. Willy Kückemann aus Berlin-Grunewald verkauft. Er erweiterte das das Haupthaus um den Eingangsbereich und Wintergarten mit den großen Freitreppen. Zusätzlich wurde zu dieser Zeit die Lindenalle von der Westseite des Grundstückes ausgehend gepflanzt. Auf dem Bild, welches wahrscheinlich in den 30er Jahren entstanden ist, ist der Verwalter des Gutes zu sehen. Er lebte mit seiner Famile im "Verwalterhaus" gegenüber des Haupthauses

Leben und Arbeiten

Das Gut hatte eine Größe von ca 300 ha und betrieb auf dem relativ unfruchtbaren Boden in erster Linie Waldwirtschaft und Schafzucht. Die Wirtschaftsräume inklusive Küche befanden sich im Souterain. Im Hochparterre repräsentierte man u.a. im Jagd und Herrenzimmer. Im Obergeschoss befanden sich Schlafräume und Bad. Die Familie Kückemann lebte weiter fest in Berlin.

Das Grundstück des Gutes schloss die Fläche des sogenannten Zarenhofes mit ein, der gegenüber dem am Grundstück liegenden Zarensees lag und heute nur noch an Fundamentresten zu erkennen ist.

Auf dem Bild ist der Besitzer Kückemann und sein Verwalter nebst Ehefrauen vor dem Wintergarten zu sehen.

Carolinenhof nach dem Krieg

Das Gut befindet sich ca 7 km vom Konzentrationslager Ravensbrück. Die SS hatte 1933 nach Nachbargut Compthurey gekauft das als "Versuchshof" und Außenlager von Ravensbrück diente. Vermutlich arbeiteten Häftlinge auch auf dem Gut Carolinenhof. Zumindest führt eine Katzenkopfpflasterweg fasst direkt auf das KZ. Der Weg wurde von den Frauen des KZ gebaut.

Nach Einmarsch der Russischen Armee wurde das Haus konfisziert, kurzfristig von der Russischen Kommandantur besetz und schließlich geplündert. Kurzzeitig wohnten bis zu 4 Flüchtlingsfamilien im Haus.

1947 wurde das Gut enteignet und aufgeteilt. Das Herrenhaus wurde in zwei Hälften geteilt und schließlich an die Familien Schulz und Röhl vergeben, die bis in die 80ger Jahre das Haus bewohnten.

Gutshaus retten

1996 fanden Ute, Jasper und ich das Haus welches teilweise bewohnt und verweist und zum Teil verfallen war. Wir verliebten uns in die Ruine und die Gegend und bauten... mit viel Geduld... und viel Hilfe... unser kleines Paradies

Frieden ist eingekehrt

Carolinenhof und die Gegend ist unsere Heimat geworden. Es ist Frieden eingekehrt, den wir immer wieder mit vielen Freunden teilen. Wir haben eine wunderbare Nachbarschaft und Ortsgemeinschaft. Man kann hier glücklich sein -das böse Karma ist ausgefegt.

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